Essstörungen

Essstörungen aus Sicht der Hypnose

Das Essen war lange Zeit einer der wichtigsten Bestandteile des menschlichen Lebens. Ein grosser Teil des Tages musste in der Vergangenheit auf die Beschaffung von Nahrungsmitteln verwendet werden. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass das Essen auch mit der Identiät zusammenhängt.

Es gibt ja sogar das Sprichwort «Du bist was du isst». Vielleicht sind darum Essstörungen oftmals schwer loszukriegen. Jedenfalls spielt in der hypnotischen Ansicht von Essstörungen die Identität und die Wahrnehmung des Selbst eine wichtige Rolle. Wenn die dazugehörigen Gefühle negativ sind, werden sie oftmals von Unbewussten mit Essen balanciert.

Das heisst, es können verschiedenste negative Gefühle ins Essen oder ins Kontrollieren von Essen hinein gelenkt werden. Nicht selten stammen diese auch aus einem negativen Selbstbild oder Körpergefühl.

Dabei geht es nur in den seltensten Fällen um die Nahrungsmittel selbst. Deswegen setzt Hypnosetherapie bei Essstörungen tiefer an.

Die richtigen Grenzen finden

Die eigene Identität wird nicht nur nach innen gefühlt, sondern auch nach aussen getragen.

Das heisst für die Definition der eigenen Identität müssen auch passende Grenzen gezogen werden.

Wenn die eigenen Grenzen zu eng oder oder zu lose gezogen werden,, kann dies zu Problemen führen. Denn wenn man sich zu fest kontrolliert oder zu wenig, kann das oftmals auch einen Einfluss auf das Essverhalten haben.

Bei Bulimie oder Binge Eating ist es zum Beispiel in gewissen Fällen so, dass sich Betroffene so lange so fest kontrollieren, bis das Unbewusste voll übernimmt und einfach nur noch das Essen rein stopft.

Vielfach stammt das daraus, dass man sich selber zurückzunehmen hat und «den Anderen» keine Grenzen ziehen soll. Bei Anorexie wird in vielen Fällen das Essen auch genutzt, um die Kontrolle zu bekommen. Es werden also sozusagen zu enge Grenzen gezogen,wenn anderweitig der Einfluss fehlt.

Wenn man die Grenze zu eng zieht, kann das auch dazu führen, dass man das Gefühl hat das einem etwas fehlt. Dieser Mangel oder dieses innere «Loch» wird dann oftmals mit Essen gefüllt. Dies ist zwar im ersten Moment vielleicht nützlich, aber wenn dies zu einzigen Art im Umgang mit sich selber wird kann sich daraus eine Essstörung entwickeln.

Diese Selbstkontrolle kann natürlich auch ein Versuch sein zu kontrollieren wie andere auf einem reagieren. Oftmals ist das «ich möchte nicht fett werden» eigentlich der Wunsch danach, nicht abgelehnt zu werden. Auch dieser Aspekt bei Störungen vom Essverhalten hjaat mitvielfach mit den eigenen Grenzen zu tun.

Hypnosetherapie gegen Essstörungen

So unterschiedlich Essstörungen sein können, so oft liegen doch die Ursachen im Unbewussten. Damit ist gemeint, dass der bewusste Verstand wenig Einfluss auf diese Themen hat. Das heisst auch, dass das reine Verstehen des Problems oftmals noch nicht viel weiter bringt.

Deswegen setzt die Hypnosetherapie auf Veränderungen auf der Ebene der Unbewussten. Auf dieser Ebene der Gefühle ist der erste Schritt oftmals ein positives, gestärktes Gefühl für sich selbst zu entwickeln. Die Methoden der Hypnose können dabei diese unbewussten Teile ansprechen, die schlussendlich das Essverhalten regulieren.

Damit man einen Schlussstrich beim selbstschädigenden Verhalten ziehen kann, sollte man auch wissen was man braucht. Auf diese Weise kann die Energie, die aufgewendet wird, um sich zu kontrollieren, dafür verwendet werden etwas positives zu erreichen.

Positives Körpergefühl

Ein positiv, tragendes Grundgefühl kann dafür sorgen, dass das was man vorher von aussen zugeführt hat, jetzt von innen kommt. Sich als komplett und vollständig zu erleben kann dabei helfen ein gesundes Körpergefühl zu entwickeln.

Dies verschafft oftmals der mentalen Selbstheilung Platz. Die negativen Gedanken über sich selbst können so vielfach abgelegt werden.

Der Kontakt mit dem Unbewussten ist auch hilfreich um mit seinen Gefühlen verbunden zu sein. Diese lernen zu akzeptieren hilft, dass man sie nicht mehr in sich hineinfressen muss. Sie füllen sozusagen die Leere auf, die vorher mit Nahrungsmitteln gefüllt wurde.

Fazit

Durch die Wirkung im Unbewussten kann die Hypnose bei Essstörungen grosse Erfolge erzielen. Auch bei solchem Menschen, die schon vieles anderes probiert haben. Der gesunde Umgang mit dem Essen widerspiegelt oftmals auch einen gesunden Umgang mit sich selbst. Deswegen kann mittels Hypnosetherapie das Essen in eine Sinnvolle Balance gebracht werden.

Zuerst veröffentlicht als Essstörungen auf https://janmion.ch/hypnose/therapie/essstoerungen/